Sendling Stammtisch

Heimsuchung des Gardasees

gardasee vom satellit Getrennt fahren und vereint ankommen – war das Motto, unter dem ein echtes Sendlinger Quartett Ende Juli Richtung Gardasee, genauer zum Camping nach Bardolino aufbrach. Und das beliebte Gewässer südlich des Alpenhauptkammes sowie die anwesende Bevölkerung wussten noch nicht, was auf sie zukam. Wie sich im Verlauf der zweiwöchigen Entspannungspause herausstellte, hatten auch zahlreiche Gleichgesinnte aus bayerisch-tiroler Gefilden die Alpen nach Süden überquert – Hannibal anders rum sozusagen...

Während Ralph S. und Richard K. sich vermutlich einen Lenz im Zugabteil auf der Strecke München-Verona machten und unschuldigen Frauen nachstellten, sahen sich Andreas T. und Christian P. mit größeren Problemen konfrontiert: der rote Audi 50 hatte angesichts der ersten Erhebungen der Alpen ein heißes Rohr bekommen. Leider war der Defekt entgegen nun möglicher Vermutungen vollkommen unerotisch – da es sich um ein größer werdendes Loch im hinteren Auspufftopf handelte!

Technische Hindernisse geben sich die Klinke in die Hand

gardasee landkarte Andi T. hatte offensichtlich mit einem Schaden dieser Art gerechnet , denn es befand sich wie zufällig eine Reparaturpaste der Marke Molykote im Kofferraum des roten Flitzers. Von den manuellen Eingriffen am 390°C heißen Auspuffrohr gibt es verständlicherweise keine Bilder, denn beide Fahrzeuginsassen hatten alle Hände voll zu tun. Soweit so gut.

Und bis kurz nach dem Brenner blieb auch alles gut. Selbstverständlich verabschiedete sich der aufgebrachte Reparaturpfropfen am Auspuff spätestens hier mit einem satten Knall. O.k. – scheiß drauf, dachten die südwärtsreisenden Sendlinger. Aber damit nicht genug. Ein Blick auf die Temperaturanzeige verriet: nicht nur die freie Natur bot mittlerweile um die Mittagszeit 31°C, nein auch der Motor des Wolfsburger Spitzenfabrikats signalisierte: Hitzefrei!!!!

bardolino yachthafen Da dies nur durch Aufdrehen der Heizung im Innern zu Kompensieren war, schätzten sich die Insassen glücklich, doch ein paar T-Shirts mehr mitgenommen zu haben. Und angesichts eines heißen Seitenblicks hatte sich da auch schon gelohnt. Denn die beiden Rosis mit Rosenheimer Kennzeichen im VW-Käfer waren auch Richtung Gardasee unterwegs...

Get together in Bardolino

Am frühen Nachmittag des selben Tages kam es zum freudigen Wiedersehen auf dem Campingplatz Serenella. Unter Strömen von Schweiß (wobei da bei den automobilen Touristen nicht mehr viel kam – aber die Bahnler hatten sich ja geschont) wurden von dem Sendling-Quartett die Heringe in den italienischen Boden gerammt.

Nach getaner Arbeit hieß es nur noch „Klappe zu“ für das feuerrote Spielmobil und Flagge gehisst am Strand von Bardolino.

Bekanntes und Unbekanntes

Daß es unsere Sendlinger Truppe nun verstärkt jeden Tag an den Strand zog war klar: Super-Wetter, Super-Stimmung unterstützt von den aktuellen Super-Hits von Supertramp und die Super-Hasen werden auch noch kommen....

Bereits am nächsten Tag saßen die Sendlinger nicht mehr allein im Cristallo: Wally aus Tirol hatte sich durch das Zutun eines der Frauenflüsterer aus dem Quartett gerne dazugesellt.

Und dabei blieb es selbstverständlich nicht. Nach einem kurzen Wiedersehen mit den hysterischen Rosenheimerinnen (siehe auch „heißes Rohr am Brenner“) kamen die Peißenberger und Hohenpeißenbergerinnen. Mit Angelika und Klaus war ja schon alles klar (stündliches Rammeln im Nachbar-Zelt bestätigte die harmonische Beziehung) aber da waren ja noch Susi A. und Manuela M. – hier war die sprichwörtliche „gmahte Wiesn“ bei einigen der Sendlinger schon vermeintlich in Aussicht.

Aber so einfach machts einem die Frauenwelt ja nicht. Da hilft nur erstmal ab in die Abkühlung oder sich mal so richtig aufblasen...

Erkundung der näheren Umgebung

Dazu gehörte natürlich der Nachbarort Garda bei Tage ebenso wie der Nachbarort Lazise bei Nacht.

Bei ersterem bewies sich wieder mal, dass halb Sendling respektive München sich am Gardasee befindet. Denn nachdem der später als Präsident bekannte Christian P. in entspannter Absicht das Ufer des Gardasees beschritt, schallte es von einem Entgegenkommenden „Servus, sag amoi, Du bist doch a vom Harras, oder??“- „ja genau, ja griaß Di!!“

Noch anders beim Besuch von Garda. Hier kam es zum Zusammentreffen mit Thomas und Schoaßl, ebenfalls aus Sendling, die sich dem Gardasee lautstark per Bike genähert hatten.

Des nächtens näherten sich die vier Sendlinger dem Cosmic 2000 in Lazise – einer Disco vom Feinsten, wenn man italienische Boom-Boom-Disco-Musik mag.

Aber nachdem man sich zuvor groß rausgemacht hatte, musste es ja ein großer Abend werden...

Der Tag danach

Ganz ehrlich: der Tag danach war gekennzeichnet von Erfahrungen, die eigentlich keiner gemacht haben wollte: Gespräche über Frauenschicksale (wenn man bei 17-jährigen überhaupt davon reden sollte), Deflorationsängste (in dieser Nacht sollte es im Nachbarzeilt zu einer solchen zwischen Sendling und Peißenberg kommen) und sonstige Querschläger...

Da hieß es in der folgenden Nacht: schaun ma amoi, was eigentlich so auf dem Campingplatz los is...und da war was los! Hektoliter von Sangria und Chianti – bei schlechter Witterung auch im Duschbereich zu konsumieren (Vorteil: kurzer Weg zum Soachn), aber tolle Live-Musik unplugged von der Gitarre und zwangloses weibliche Campingplatzbewohnerinnen aus Franken (Andi – you know what I mean!).

Gute Nacht!

Ausflüge zu den topografischen Top-Standorten

Natürlich wollten die Sendlinger Freunde möglichst viel kulturelles Fachwissen mit nach Hause nehmen. Dazu begaben sie sich zunächst nach Sirmione – nicht zuletzt weil ein bekannter Sänger namens Adriano Celentano den Yuppiduh in seinen Liedern anpries. Der wurde natürlich sofort konsumiert – und lecker war er - inklusive der hervorragenden Aussichten von der Burg auf den See...

Die Steigerung: die Stadt der Gondoliere, die Wirkungsstätte von Casanova (vielleicht gibt’s da ja eine Inspiration). Hier in Venedig verewigten sich die Sendlinger Freunde vor diversen Sehenswürdigkeiten – ein Zeichen, dass dieser Urlaub (leider) einmalig in dieser Besetzung blieb aber nichtsdestotrotz ein Super-Erlebnis war, das in der Sendlinger Chronik seinen ganz besonderen Platz hat.

Und hier noch ein paar weitere Eindrücke aus dem 79er Bardolino-Urlaub:

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